Girokonto Ratgeber
Das Girokonto ist heute einfach nicht mehr wegzudenken und die meisten Menschen verfügen auch über solch ein Konto entweder bei ihrer Bank for Ort oder bei Online-Kreditinstituten. Ein Girokonto ist ein von Kreditinstituten für seine jeweiligen Kunden geführtes Kontokorrentkonto, über welches die Abwicklung des Zahlungsverkehrs läuft. Das Konto dient zur Abwicklung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Hierbei handelt es sich um Lohnzahlungen, Mietzahlungen, Telefonrechnungen usw.. So werden die Zahlungen entweder zu Gunsten (Haben) oder zu Lasten (Soll) des Girokontos gebucht. Die Bezeichnung “Giro” bedeutet, dass das Konto hauptsächlich für die Abwicklung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs genutzt wird, z.B. Überweisungen, Lastschriften, Daueraufträge usw. Außerdem dient das Girokonto der Bargeldversorgung.
Mit Erlangung der Volljährigkeit, also ab 18 Jahren, kann man in Deutschland ein Girokonto auf seine Person einrichten lassen. Es ist auch schon mit 16 Jahren möglich, die Eltern müssen dann mit unterschreiben. Mit dem Girokonto erhält man eine EC-Karte, die über eine Geheimzahl mit dem Konto on Verbindung steht. Mit ihr nimmt man an Terminals oder Bankautomaten Verbindung zum Girokonto auf, kann Geld abheben, Geld überweisen, Kontostand abrufen oder sogar sein Handy aufladen. Eine Verbindung zum Girokonto ist aber auch von zu Hause aus möglich per Online-Banking. Viele Menschen nehmen diesen Service heute in Anspruch, über die Geheimzahl und Codes kann man sich einloggen und über sein Konto verfügen.
Das Girokonto ist also ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens, denn vieles ist ohne ein eigenes Girokonto nicht möglich. Wurde das Gehalt früher einmal in sogenannten Lohntüten am Zahltag verteilt, so gibt man heute seine Girokontonummer beim Arbeitgeber an, der das Gehalt oder den Lohn dann überweist. Der Überweisungsweg dauert ca. 1 - 3 Werktage und gilt als sicher. Das Geld fließt bargeldlos. Auch die Anmeldung eines KFZ beim Straßenverkehrsamt geht nicht ohne Angabe der Girokontonummer, von der dann die Kraftfahrzeugsteuer abgebucht wird. Und auch beim Mieten einer Wohnung gibt man dem Vermieter Sicherheit durch Angabe einer Girokontonummer, von welcher per Lastschriftverfahren die Miete eingezogen wird oder aber z. B. per Dauerauftrag regelmäßig an den Vermieter überwiesen wird. Wer über kein Girokonto verfügt, macht sich das Leben nicht leicht.
Einen Überblick über den Haben- oder Soll-Stand seines Girokontos kann man sich über die regelmäßige Prüfung von Kontoauszügen verschaffen. Hier ist genau aufgeführt, wann wieviel Guthaben bestand oder wann wie hohe Abbuchungen getätigt wurde. Dies sollte man auch regelmäßig überprüfen, um immer auf dem aktuellen Stand seines Kontos zu sein. Bei Guthaben erhält man Guthabenzinsen. Man kann einen sogenannten Dispo einrichten, der es einem erlaubt, das Konto für einen gewissen Betrag zu überziehen. Ein Dispo lässt sich auch als Kredit umwandeln und wird dann mit Zinsen an das Kreditinstitut zurückgezahlt = Überziehungszinsen. Einen Dispo oder Kredit nimmt der Bankkunde bei größeren Anschaffungen in Anspruch, wie z. B. Autokauf, Umzug etc., wo er auf mehr Geld zurückgreifen muss, als er besitzt.
Banktechnisch definiert man Girokonten als sog. “Kontokorrentkonten". Mit solchen Konten wickelt man Bankgeschäfte ab und verbucht Guthaben bzw. den Kontokorrentkredit, was den Dispositionskredit (Dispo) darstellt.
Für ein Girokonto fallen oftmals Kontoführungsgebühren und / oder Überweisungsgebühren an, die am Jahresende vom Kreditinstitut direkt abgerechnet werden. Online-Banken bieten jedoch auch immer mehr kostenlose Kontoführung an. Die Abwicklung über das Konto wird so auch online vom Kunden durchgeführt, sei es Überweisungen, Umbuchungen usw. Ein direkter persönlicher Kontakt zur Bank ist hier kaum mehr der Fall und man regelt das Tagesgeschäft online per PC.
Ein Girokonto ist also heute einfach nicht mehr wegzudenken, denn es erleichtert den täglichen Fluss des Geldes.